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Was kostet SEO? Ein ehrlicher Überblick
Woraus sich SEO-Kosten zusammensetzen, was für kleine Unternehmen realistisch ist und woran du unseriöse Angebote erkennst – ehrlich, ohne Marketing-Sprech.
Die meisten Antworten auf diese Frage sind entweder ausweichend („kommt darauf an") oder unseriös („SEO-Paket, 99 € im Monat, Platz 1 garantiert"). Beides hilft dir nicht weiter. Deshalb hier der ehrliche Weg: woraus sich SEO-Kosten zusammensetzen, welche Abrechnungsmodelle es gibt und was du für welches Budget erwarten kannst.
Warum es keinen Festpreis für SEO gibt
SEO ist keine einmalige Einstellung, die man vornimmt und danach abhakt. Es ist laufende Arbeit an drei Baustellen, und je nachdem, wie es um deine Website steht, ist mal die eine, mal die andere die teuerste:
- Technik – Ladezeit, Struktur, saubere Auszeichnung für Google. Einmalige Arbeit mit langer Wirkung.
- Inhalte – Texte, die eine echte Frage deiner Kunden beantworten. Der Posten, der dauerhaft Geld kostet, weil Inhalte nie „fertig" sind.
- Bekanntheit – Erwähnungen, Verlinkungen, Einträge, Bewertungen. Lässt sich nicht kaufen, ohne dass es irgendwann nach hinten losgeht.
Wer dir einen Pauschalpreis nennt, ohne deine Website gesehen zu haben, rät.
Die üblichen Abrechnungsmodelle
Am Markt haben sich drei Modelle durchgesetzt. Die Spannen unten sind Orientierungswerte für kleine und mittlere Betriebe in Deutschland – keine Preisliste, sondern das, was dir üblicherweise begegnen wird:
| Modell | Typische Größenordnung | Passt, wenn … |
|---|---|---|
| Stundensatz | 60–120 € / Stunde | … du punktuell Hilfe brauchst und selbst mitarbeitest |
| Einmaliges Audit | 500–1.500 € | … du wissen willst, wo du stehst, bevor du Geld ausgibst |
| Monatliche Betreuung | ab ca. 250 € / Monat | … du dauerhaft besser gefunden werden willst |
Der wichtigste Unterschied ist nicht der Preis, sondern wofür du zahlst: Ein Audit kaufst du einmal und setzt es selbst um. Eine Betreuung kaufst du, damit kontinuierlich jemand daran arbeitet. Beides ist legitim – teuer wird es nur, wenn du das eine bezahlst und das andere erwartest.
Was du für welches Budget realistisch bekommst
Ein paar ehrliche Erwartungen, damit du nicht enttäuscht wirst:
Bis ca. 500 € einmalig. Eine Bestandsaufnahme: Was bremst die Website technisch, welche Suchbegriffe sind für dich überhaupt erreichbar, welche Baustellen sind die dringendsten. Die Umsetzung machst du danach selbst.
Einmalig vierstellig. Die technische Basis wird tatsächlich in Ordnung gebracht: Ladezeit, Seitenstruktur, Meta-Angaben, strukturierte Daten, sauberes Google-Unternehmensprofil. Das ist die Arbeit mit dem besten Preis-Wirkungs-Verhältnis, weil sie einmal gemacht wird und dann liegen bleibt.
Laufend monatlich. Regelmäßig neue Inhalte, Beobachtung der Rankings, Nachjustieren. Das ist der Teil, der aus „technisch sauber" irgendwann „tatsächlich sichtbar" macht – aber eben auch der, der Geduld braucht.
Und ganz wichtig: Ergebnisse brauchen Zeit. Bei einer kleinen, lokalen Website sind erste Bewegungen nach etwa drei Monaten realistisch, belastbare Ergebnisse nach sechs bis zwölf. Wer dir Platz 1 in vier Wochen verspricht, verkauft dir entweder Suchbegriffe, nach denen niemand sucht, oder Anzeigen.
Woran du unseriöse Angebote erkennst
Fünf Warnzeichen, die sich in der Praxis bewährt haben:
- Garantierte Platzierungen. Niemand kontrolliert Googles Ranking – auch deine Agentur nicht.
- Gekaufte Links im Paket. Verstößt gegen Googles Richtlinien und kann deine Sichtbarkeit dauerhaft beschädigen.
- Keine nachvollziehbaren Berichte. Wenn du nicht monatlich siehst, was gemacht wurde, zahlst du für ein Gefühl.
- Lange Mindestlaufzeiten ohne Ausstiegsmöglichkeit. Gute Arbeit muss dich nicht 24 Monate lang binden.
- Kaltakquise per Telefon oder Mail mit angeblichen „Fehlern auf Ihrer Website". Das ist ein Vertriebsskript, keine Analyse.
Was du kostenlos selbst erledigen kannst
Ein ehrlicher Teil der Antwort: Nicht alles muss bezahlt werden. Diese Dinge kosten dich nur Zeit und bringen gerade lokal spürbar etwas:
- Google-Unternehmensprofil anlegen und pflegen. Für Betriebe mit Einzugsgebiet der stärkste einzelne Hebel – Öffnungszeiten, Leistungen, aktuelle Fotos.
- Um echte Bewertungen bitten. Nach jedem abgeschlossenen Auftrag, freundlich und ohne Gegenleistung.
- Deine Leistungen in eigenen Worten beschreiben. Niemand kennt die Fragen deiner Kunden besser als du. Jede Frage, die du am Telefon dreimal beantwortet hast, ist ein guter Abschnitt auf deiner Website.
- Einträge in Branchen- und Regionalverzeichnissen – mit überall identischer Schreibweise von Name, Adresse und Telefonnummer.
Wenn dein Budget klein ist, fang genau hier an. Das kostet keinen Cent und legt die Grundlage, auf der bezahlte Arbeit später überhaupt erst wirkt.
Rechnet sich das für dich?
Statt auf den Monatspreis zu schauen, rechne in Anfragen. Wenn dich eine laufende Betreuung 300 € im Monat kostet und dir daraus zwei zusätzliche Anfragen entstehen, liegt der Preis bei 150 € pro Anfrage. Ob das gut ist, hängt allein an deinem Auftragswert: Bei einem Auftrag über 4.000 € ist es ein gutes Geschäft, bei einem über 200 € nicht.
Diese Rechnung kannst du vorher aufstellen – und solltest du auch. Sie schützt dich vor zu teuren Verträgen und zeigt umgekehrt, wann sich Investieren lohnt.
Lokal ist günstiger als bundesweit
Eine gute Nachricht für Betriebe aus Schleswig-Holstein: Du musst nicht gegen ganz Deutschland ranken. Wer in Rendsburg, Eckernförde oder rund um Alt Duvenstedt nach einem Handwerker, einer Praxis oder einem Dienstleister sucht, bekommt lokale Ergebnisse – und in diesem Feld ist die Konkurrenz um ein Vielfaches kleiner als bundesweit.
Das senkt die Kosten erheblich. Für lokale Sichtbarkeit braucht es meist kein großes Monatsbudget, sondern eine technisch saubere Website, ein gepflegtes Unternehmensprofil und ein paar ehrliche Inhalte zu dem, was du tust.
Wie ich damit umgehe
Ich halte es bewusst einfach: Erst schaue ich mir an, wo du stehst, und sage dir, ob sich laufende Betreuung für dich überhaupt lohnt. Bei vielen kleinen Websites ist die ehrliche Antwort, dass eine einmalige technische Grundreinigung plus ein gepflegtes Google-Profil für den Anfang reicht.
Was technisch dahintersteckt, habe ich unter Performance & SEO beschrieben. Konkrete Zahlen zu meinen Paketen findest du auf der Preisseite. Und wenn du einfach wissen willst, wo deine Website gerade steht: Das Erstgespräch ist kostenlos – auch wenn danach herauskommt, dass du gerade kein SEO brauchst.
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