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Was muss eine Website rechtlich beachten? Der praktische Überblick für Selbstständige und kleine Unternehmen

Website rechtssicher gestalten: Erfahre, was Selbstständige und kleine Unternehmen bei Impressum, Datenschutz, Cookies, Tracking und Barrierefreiheit beachten sollten.

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Was muss eine Website rechtlich beachten? Der praktische Überblick für Selbstständige und kleine Unternehmen

Eine moderne Website soll gut aussehen, schnell laden und Besucher davon überzeugen, dass ein Unternehmen professionell arbeitet.

Doch eine Website besteht nicht nur aus Design, Text und Technik.

Sobald personenbezogene Daten verarbeitet, externe Dienste eingebunden oder Cookies und Tracking eingesetzt werden, kommen auch rechtliche Fragen ins Spiel. Gerade Selbstständige, Handwerker und kleine Unternehmen stehen deshalb häufig vor der Frage:

Was muss meine Website eigentlich rechtlich beachten?

In diesem Artikel gebe ich dir einen verständlichen Überblick über die wichtigsten Themen und zeige, worauf du bei einer professionellen Website achten solltest.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Welche rechtlichen Anforderungen für eine konkrete Website gelten, hängt unter anderem von deren Funktionen, Inhalten und eingesetzten Diensten ab.


1. Das Impressum

Für viele geschäftlich betriebene Websites ist ein Impressum erforderlich.

Darin müssen bestimmte Informationen über den Betreiber der Website angegeben werden. Dazu können beispielsweise Name, Anschrift und Kontaktmöglichkeiten gehören.

Wichtig ist dabei nicht nur, dass ein Impressum vorhanden ist.

Es muss auch:

  • korrekt sein
  • vollständig sein
  • leicht auffindbar sein
  • dauerhaft erreichbar sein
  • zum tatsächlichen Betreiber der Website passen

Ein Impressum irgendwo versteckt auf einer Unterseite zu platzieren, ist daher keine gute Idee.

Bei einer professionellen Website sollte der Besucher das Impressum problemlos erreichen können – typischerweise über den Footer.


2. Die Datenschutzerklärung

Mindestens genauso wichtig ist die Datenschutzerklärung.

Sobald eine Website personenbezogene Daten verarbeitet, müssen Besucher darüber informiert werden, was mit diesen Daten passiert.

Das kann deutlich mehr betreffen, als man zunächst denkt.

Zum Beispiel:

  • Kontaktformulare
  • E-Mail-Kontakt
  • Server-Logfiles
  • Webanalyse
  • Newsletter
  • eingebundene Videos
  • Google Maps
  • externe Schriftarten
  • Social-Media-Dienste
  • eingebundene Inhalte von Drittanbietern

Welche Informationen tatsächlich erforderlich sind, hängt von der jeweiligen Website und den eingesetzten Diensten ab.

Deshalb sollte eine Datenschutzerklärung nicht einfach blind von einer anderen Website kopiert werden.


3. Cookies und Tracking

Das Thema Cookies sorgt bei vielen Website-Betreibern für Verwirrung.

Denn nicht jeder Cookie ist automatisch gleich zu behandeln.

Eine Website kann beispielsweise technisch notwendige Funktionen verwenden. Gleichzeitig können aber auch Analyse-, Marketing- oder andere Dienste eingebunden sein, die eine Einwilligung des Besuchers erforderlich machen können.

Das bedeutet:

Nicht einfach einen Cookie-Banner einbauen und fertig.

Zunächst sollte geprüft werden, welche Dienste tatsächlich auf der Website eingesetzt werden und welche Daten dabei verarbeitet werden.

Anschließend muss die technische Umsetzung dazu passen.

Gerade bei Tracking und externen Diensten ist deshalb eine saubere Konfiguration wichtig.


4. Externe Dienste können rechtlich relevant sein

Eine scheinbar einfache Funktion kann rechtlich durchaus relevant werden.

Ein paar typische Beispiele:

Google Maps

Eine Karte auf der Kontaktseite ist praktisch.

Technisch kann dabei allerdings eine Verbindung zu einem externen Anbieter hergestellt werden. Deshalb sollte genau betrachtet werden, wie die Karte eingebunden wird.

YouTube

Auch ein eingebettetes Video kann eine Verbindung zu einem externen Dienst herstellen.

Webfonts

Auch bei Schriftarten sollte geprüft werden, woher diese geladen werden und ob dabei Daten an einen externen Server übertragen werden.

Analyse-Tools

Wer wissen möchte, wie viele Besucher die Website hat, greift häufig zu Analysewerkzeugen.

Dabei sollte nicht nur die Statistik selbst betrachtet werden, sondern auch die datenschutzrechtliche Umsetzung.

Eine moderne Website sollte deshalb nicht nur funktionieren – sie sollte auch wissen, welche externen Dienste sie tatsächlich verwendet.


5. Kontaktformulare und personenbezogene Daten

Ein Kontaktformular wirkt technisch unspektakulär.

Für den Datenschutz ist es aber durchaus relevant.

Schließlich gibt ein Besucher möglicherweise:

  • seinen Namen
  • seine E-Mail-Adresse
  • seine Telefonnummer
  • eine Nachricht
  • oder weitere persönliche Informationen

in das Formular ein.

Deshalb sollte unter anderem geprüft werden, welche Daten tatsächlich abgefragt werden, warum sie benötigt werden und wie mit ihnen anschließend umgegangen wird.

Mein Grundsatz bei der Entwicklung von Websites lautet deshalb:

So viele Daten wie nötig – so wenige wie möglich.


6. Rechtstexte sollten zur Website passen

Ein häufiger Fehler besteht darin, irgendwo einen Mustertext herunterzuladen und diesen anschließend unverändert auf die eigene Website zu kopieren.

Das kann problematisch sein.

Eine Website mit einfachem Kontaktformular hat andere Voraussetzungen als ein Online-Shop mit Kundenkonto, Newsletter, Analyse-Tools, eingebetteten Videos und zahlreichen Drittanbietern.

Rechtstexte sollten deshalb zur tatsächlichen Website passen.

Und noch wichtiger:

Eine Website verändert sich.

Ein neues Plugin, ein neues Analyse-Tool, ein eingebettetes Video oder eine neue Funktion kann dazu führen, dass auch die rechtlichen Informationen angepasst werden müssen.


7. Was ist mit der Barrierefreiheit?

Barrierefreiheit ist ebenfalls ein Thema, das bei der Planung moderner Websites nicht ignoriert werden sollte.

Dabei geht es nicht nur um Farben oder Schriftgrößen.

Auch Navigation, Tastaturbedienung, alternative Texte für Bilder, Formulare und die technische Struktur einer Website können eine Rolle spielen.

Welche konkreten Anforderungen gelten, hängt unter anderem davon ab, welche Art von Angebot betrieben wird und ob entsprechende gesetzliche Regelungen auf das jeweilige Unternehmen und Angebot Anwendung finden.

Deshalb sollte Barrierefreiheit idealerweise bereits bei der Entwicklung berücksichtigt werden und nicht erst kurz vor dem Launch.


Rechtssicherheit ist kein einzelner Haken

Eine Website ist nicht automatisch „rechtssicher“, nur weil ein Impressum vorhanden ist.

Genauso wenig reicht ein Cookie-Banner alleine aus.

Man sollte das Thema eher als Zusammenspiel verschiedener Bereiche betrachten:

                    WEBSITE
                       │
        ┌──────────────┼──────────────┐
        │              │              │
     Impressum    Datenschutz      Cookies
        │              │              │
        ├──────────────┼──────────────┤
        │              │              │
     Tracking      Drittanbieter   Formulare
        │              │              │
        └──────────────┼──────────────┘
                       │
                regelmäßige Prüfung

Und genau hier wird es für viele kleine Unternehmen schwierig.

Denn wer betreibt schon gerne eine Website und beschäftigt sich regelmäßig mit Datenschutz, Rechtstexten und gesetzlichen Änderungen?


Eine praktische Lösung für Website-Betreiber

Für meine Arbeit an Websites ist mir wichtig, dass rechtliche Themen nicht erst ganz am Ende des Projekts berücksichtigt werden.

Ich empfehle deshalb Website-Betreibern, sich für die rechtlichen Inhalte professionelle Unterstützung zu holen.

Eine Möglichkeit dafür ist eRecht24 Premium.

eRecht24 bietet unter anderem Werkzeuge für Rechtstexte, Datenschutz und Cookie-Consent sowie Informationen, Updates und weitere Inhalte rund um Internetrecht und digitales Business.

Gerade für Selbstständige und kleine Unternehmen kann das interessant sein, weil die rechtlichen Themen dadurch zentraler organisiert werden können.

eRecht24 Premium ansehen

Wenn du deine Website selbst betreibst und dich nicht ständig mit der Erstellung und Aktualisierung von Rechtstexten beschäftigen möchtest, kannst du dir eRecht24 Premium einmal ansehen.


Und was bedeutet das für eine neue Website?

Wenn du gerade eine neue Website planst, würde ich das Thema Recht nicht erst nach dem Launch angehen.

Besser ist es, bereits bei der Planung zu überlegen:

  • Welche Funktionen braucht die Website?
  • Welche Daten werden verarbeitet?
  • Welche externen Dienste sollen eingebunden werden?
  • Wird Tracking eingesetzt?
  • Brauche ich ein Kontaktformular oder einen Newsletter?
  • Welche Anforderungen an Barrierefreiheit gelten für mein Angebot?

Diese Fragen beeinflussen teilweise auch die technische Umsetzung.

Deshalb gehört für mich eine saubere Planung immer dazu.


Fazit

Eine professionelle Website besteht aus mehr als einem schönen Design.

Sie sollte schnell sein, auf Smartphones funktionieren, gut strukturiert sein und Besuchern einen einfachen Zugang zu den gewünschten Informationen bieten.

Gleichzeitig sollten Datenschutz, Impressum, Cookies, externe Dienste und weitere rechtliche Themen von Anfang an berücksichtigt werden.

Je früher diese Themen in die Planung einfließen, desto einfacher ist die spätere Umsetzung.

Wenn du eine neue Website planst oder deine bestehende Website modernisieren möchtest, unterstütze ich dich bei der technischen Umsetzung – von der Konzeption über Design und Entwicklung bis hin zu Performance, SEO und Wartung.

Und für die rechtlichen Inhalte lohnt sich die Unterstützung durch einen darauf spezialisierten Anbieter wie eRecht24.

Wichtig: Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Rechtliche Anforderungen können sich ändern und sind vom jeweiligen Einzelfall abhängig.

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